Der Historische Verein Dillingen lädt alle Vereinsmitglieder und ebenso interessiertes Publikum ein zum Historiker-Stammtisch.
Wo und wann: Am 2. März um 19 Uhr in der Kulturkneipe Chili
„Bunt, innovativ, informativ und mit Wow-Effekt!“ So sollte sich die Stadtgeschichte-Abteilung im Stadt- und Hochstiftmuseum Dillingen präsentieren. Jedenfalls wenn es nach den Planern ginge, die ihr Konzept bereits 2018 dem damaligen Stadtrat präsentierten und dafür vollumfängliche Zustimmung erhielten. Die Autoren des Konzepts sind der aus Dillingen stammende Volkskundler Dr. Stephan Bachter sowie Tom Sisto und sein Team von Neonpastell, einer Augsburger Agentur für Kommunikationsdesign. Neonpastell und Bachter realisieren seit 2013 erfolgreich gemeinsame Projekte, unter anderem für den Karmeliten-Orden oder das Stadtmuseum Unterschleißheim, wo Bachter Museumsleiter gewesen war.
„Eine selbstbewusste und gewitzte Inszenierung, inklusiv gedacht, wissenschaftlich fundiert und gestalterisch anspruchsvoll“ lautet das Credo der Ausstellungsmacher. In diesem Sinne hätte den Museumsbesucher eine Wand mit Zitaten über Dillingen empfangen. „Dabei wären die Dillingen-Liebhaber genauso zu Wort gekommen wie all die Nörgler — soviel Selbstbewußtsein muß sein!“, meinen Sisto und Bachter. Ein besonderer Blick richtete sich bei der Themenauswahl auch auf die bislang randständig erzählte Geschichte der Frauen in Dillingen. So war der Hexereiprozess gegen Walpurga Hausmännin 1587 inhaltlich ebenso vorgesehen wie der Umstand, dass Dillingen zu den ersten Städten in Bayern gehörte, in denen 1919 nach Einführung des Frauenwahlrechts eine Frau dem Stadtrat angehörte. Die Ausstellungsmacher wollten die „große“ Geschichte mit „kleinen“ Geschichten aus Dillingen erzählen. Der Erste Weltkrieg sollte am Schicksal eines ganz normalen Dillingers namens Josef Keller greifbar werden. 1914 meldete er sich als minderjähriger Gymnasiast zum freiwilligen Kriegseinsatz und kam kurz vor Kriegsende 1918 ums Leben. „ein Schicksal, das unweigerlich an Erich Maria Remarques Roman „Im Westen nichts Neues“ denken lässt.“, wie die Planer meinen.
Anläßlich der derzeitigen Diskussion um das Stadt- und Hochstiftmuseum zeigen und erläutern Bachter und Sisto die Pläne für die Stadtgeschichtliche Abteilung beim nächsten Stammtisch des Historischen Vereins Dillingen. Die Veranstaltung findet am 2. März um 19 Uhr in der Kulturkneipe Chili statt. Eingeladen sind alle historisch Interessierten, der Eintritt ist frei.
(Abbildungen KI-generiert, Copyright: neonpastell GmbH, Augsburg)



